08.02.2017
KMU's, Kreativität, Innovation, Cross Industry Business

10 Innovationshürden überwinden

Bei der Suche nach innovativen Lösungen tun sich KMU's oft sehr schwer. Mehr denn je ist Kreativität erforderlich. Das wird gerne übersehen. Hinzu kommt eine weitere Ursache. Ausbildung, Fachwissen und Branchenkenntnisse sind nicht in ausreichendem Maße vorhanden. Für KMU's lohnt es sich nicht, permanent entsprechend hochqualifizierte Mitarbeiter vorzuhalten. Und damit bleibt der Eigentümer häufig als zentraler Auslöser der Innovationsbemühungen übrig.   

Vielleicht sind gerade diese bekannten Hemmnisse die Ursache für eine fehlende strukturierte und systematische Vorgehensweise. Und nicht nur diese stehen uns im Weg wenn es darum geht bei branchebezogenen Herausforderungen zu agieren. In diesem Stadium sich nicht durch alt bewährtes zu limitieren - man hat es immer so gemacht, sondern anders zu Denken. Querdenken, bewusst Lösungsansätze aus fachfremden Branchen untersuchen. Deren Vorgehensweisen auf das eigene Feld übertragen. Über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Das fordert Mut und Kreativität - sonst kann man schnell alt aussehen. Eine Möglichkeit ist die Einbindung von externem Wissen. Hier ist natürlich sofort mit Widerspruch zu rechnen. Doch wer glaubt, mit der Bereitstellung eines Raumes für ein Brainstorming den Hebel umzustellen auf Kreativität und Innovationen, der irrt. Es gibt eine Reihe von Hürden die überdacht werden sollten.

Hürde 1: Die Umgebung. Die Realisierung erfordert kein Event. Suchen sie eine inspirierende Raumlösung, losgelöst von der klassischen Arbeitsumgebung. Eine "Arbeitswelt" die hilft Neues zuzulassen und Talente zu entfalten. Haltung und Denkweise öffnet. 

Hürde 2: Das Kreativ- bzw. Innovationsteam. Es sollten einige der besten Köpfe des Themengebiets mit den Kollegen der angrenzenden Fachgebiete zusammengebracht werden. Erst durch das Einbeziehen von Mitarbeitern/Kollegen ohne direktem (täglichem) Themenbezug entsteht dann der Wissens- und Erfahrungsspeicher aus dem geschöpft werden kann. Als eine Möglichkeit: 9 Teilnehmer plus Moderator.

Hürde 3: Die innere Einstellung. Der Tatendrang. Die Gruppe muss sich untereinander akzeptieren. Niemand aus der Runde darf dominieren, sich durch ständiges zögern zurücknehmen oder durch ständige Detailfragen den Ideenfluss unterbrechen.

Hürde 4: Die Ausdauer/Power. Eine Zeit festlegen für die Ideenfindung. Zum Beispiel 45 Minuten mit Vorgabe einer Anzahl von Ideen. Eine Diskussion innerhalb dieser Aufgabenstellung vermeiden.      

Hürde 5: Innovationsdrang: Wohin wollen wir. Ist das Ziel eine Innovation nahe am Bestehenden, (inkrementelle Innovation), oder weit weg von der bisherigen Technologie und dem Markt, (semi-radikale Innovation) oder besteht die Herausforderung in einer radikalen Innovation? Oder geht es mehr in Richtung Cross Industry Business (die eigenen Kompetenzen ausnützen für Neues). Wie auch die Entscheidung ausfällt. Wichtig ist die nachfolgende Power für die Umsetzung.  

Hürde 6: Casting. Es ist wichtig das ausgewählte Team in einem Test-Ablauf zu prüfen. Entstehen Spannungen, kommen von allen Teilnehmern Ideen, entstehen Pausen, gibt es große gedankliche Sprünge,......

Hürde 7: Das Ideen-Puzzle. Alles dokumentieren und im gesamten betrachten. Dann das Chaos sortieren. Probleme definieren. Ideen nicht zu schnell als unrealistisch einstufen. Es genügt das Wort "vorläufig". Eine spätere Betrachtung in einem neuen Zusammenhang ist dann noch möglich. Der Mut zu Verrücktem bleibt erhalten. 

Hürde 8: Ideen auf Chancen und Risiken betrachten. Eine Bewertung und Auswahl. Eine Möglichkeit ist eine Punktevergabe. Jeder Teilnehmer bekommt eine Anzahl Punkte in unterschiedlichen Farben. Den Farben sind unterschiedliche Gewichtungen zugeordnet. Von unbedingt umsetzen bis aktuell (noch) nicht ausführbar.    

Hürde 9: Ideen-Story: Ausgewählte Ideen vom Ende aus betrachten. Es ist eine mutige Herangehensweise. Dabei entsteht eine Vision. Der Ausgangspunkt ist der Kunde und nicht der Entwickler. Eine interne Detailversessenheit in der Entwicklung wird unterbunden.         

Hürde 10: Innovationsspeicher. Mögliche weitere gute Ideen bleiben in der Pipeline. Die sortierten Aufzeichnungen in einem dafür festgelgtem Raum übersichtlich und zugänglich platzieren. Nachträgliche Ergänzungen und Anregungen zulassen. Themen in nachfolgende Innovationsrunden miteinbeziehen. 

Und damit den geweckten kreativen Gedanken eine Dynamik verleihen zum Weitermachen. Der Erfolg von morgen hängt nicht nur ab von den Ideen allein, sondern der Geschwindigkeit mit der diese umgesetzt und auf dem Markt verfügbar sind. Ein Ansatz dazu ist die konsequente Einbindung von externem Know-how. Hierdurch entstehen dann vermehrt  Kooperationen mit Hochschulen, mit Forschungseinrichtungen und Branchen- wie auch Unternehmensnetzwerken. Allein darauf zu vertrauen dass das Umdenken, einmal angesprochen, in den Köpfen automatisch erfolgt, reicht nicht.   

 

   

 

 

 

 

 

 

                

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