23.09.2016
Kreativität, Querdenken, Interim Manager

Alte Besen kehren noch ganz gut

Kreativität, Inspiration und Schaffenskraft beziehen sich nicht nur auf die Kunst, sondern werden genauso in der Arbeitswelt erwartet. Das Einmaleins der Ideen, die Fähigkeiten, die Menschen abrufen sollen, wenn unternehmerische Ziele - ein neues Produkt, einen neuen Fertigungsprozess, eine neue Strategie - alles was so bisher noch nicht gefertigt oder angewendet wurde, als Lösung erwartet wird. Und dann wird es ernst. Mel Rhodes, ein US-amerikanischer Kreativitätsforscher und Erziehungswissenschaftler hat dazu vier Grundbausteine von Kreativität zusammengefasst und beschreibt in seinem Rahmenwerk diese Grundbausteine - die 4P  der Kreativität: Person, Prozess, Produkt und Press (das Umfeld / die Umgebung die auf die Person(en) Einfluss nimmt). Und was findet sich in den 4P's wieder. Kreativität erfordert einen vorhandenen Bedarf an Fach- und Umsetzungswissen für neue Aufgaben. Auf einen Nenner gebracht - Erfahrung kann nicht schaden. Doch das reicht nicht. In den 4P's ist viel mehr enthalten. Zum Beispiel zweifeln, zulassen von Neuem, probieren usw. Das Dilemma nur ist, wie unterscheiden sich kreative Menschen von nicht kreativen? Kann das an persönlichen Kriterien gemessen werden? Sind Ecken und Kanten in Zeiten von Mainstream, ein Querdenken erlaubt und erwünscht? Genügt es, einzeln oder in der Gruppe, die Stirn in Falten zu legen und sich im unternehmenseigenen Ideenkatalog, im bekannten Ideenfilter zu bewegen? Wie sollen im Alltagstrott mit gewohnten Denkmustern, im Tagesgeschäft neue Möglichkeitsräume entstehen? Räume in denen das Sehen, Denken und Handeln für das eigene Tun entspannter und wirklich ideenreicher sein können? Fragen die zuallererst Misstrauen wecken.   

Es wird gerne das Mysterium Kreativität beschworen. Kreativität in der Technik verändert, im Großen wie im Kleinen. Kreativität in der Kunst ist die Gabe etwas auszudrücken. Es kann faszinieren und irrational sein, zum Staunen bringen, wie es Christo in seinen Werken immer wieder schafft. Die Basis von Kreativität in der Technik ist nicht das Fachwissen und die daraus ableitbaren Verfahren. Erst die Art und Weise mit dem Wissen umzugehen, - die Erfahrungen die geprägt haben, die Wahrnehmungen und die Erlebnisse öffnen die Kreativität im Menschen. Dieses Wissensreservoir und die instinktive Motivation mit dem Älterwerden wirken als Kompass. Ein Schlüssel zum Erkennen von Unbewusstem und widersprüchlichem. Ideen zuzulassen und Routinen infrage stellen, werden so zum Impulsgeber. Der Blick von außen, als Seniorberater auf Zeit, als Interim Manager kann nur wirksam werden wenn es wirklich gewollt ist. So kann z. Bsp. auch ein junges Team, eine Führungskraft in spe, mitgenommen werden, ohne die interne Angst, für Karrierechancen zu konkurieren. Das Gegenteil ist der Fall. Wissen und Erfahrung werden Kollegen und Partner im Unternehmen während der intensiven Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt. Und es ist keine interne Schwäche, ein Versagen - es selbst nicht zu können. Welches Unternehmen kann alle Expertisen in vollem Umfang für alle Themengebiete vorhalten. Und der Mehrwert liegt nicht nur in der Aufgabenlösung, sondern in neuen Sichtweisen und Impulsen, die dazu beitragen, nachhaltige Veränderungen erreichen zu können.                      

                

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