02.08.2016
Innovation, Kreativität, KMU's, Unternehmenskultur, Mittelstand

Überstrapazierte Schlagworte

Innovation und Kreativität - sind für den Erfolg unerlässlich. Doch die Worte allein sind zu gar nichts nutze. Ein Lippenbekenntnis. Kunst und Technik brauchen Kreativität für Neues, für Innovationen. Doch Kreativität braucht einen Rahmen, ohne den sich nichts entwickelt. Es bleibt sonst etwas grenzenloses in den Köpfen. Unkalkulierbares wird nur dann kalkulierbar, wenn hinter einer Idee oder dem Keim einer Idee ein Wille für die Umsetzung steht.

Kreativität ist die Substanz - die Inspiration für das Entstehen von Innovationen. Die Umsetzung der Ideen in der Technik braucht Erfahrung. Und in dem Wort Erfahrung steckt viel mehr. Es sind die Ereignisse die geprägt haben, Erinnerungen an Projektabläufe, an Menschen, Erlebnisse und Emotionen. Das Reservoir für die individuelle Kreativität, das durch permanente und langjährige Übung und persönlicher Weiterentwicklung entstehen kann. Zusammengefasst: Das Können. Trotzdem und das ist die Krux dabei: Irgendwo scheitert gerade jetzt ein Projekt. Zum Einen erfordert Können Disziplin in Bezug auf Üben und dafür gibt es keine Zeit. Und wir haben auch keine Zeit über die Arbeit nachzudenken. Oft nicht einmal genug Zeit um die Arbeit termingerecht zu machen. Wir sind auf das Machen ausgerichtet. In vielen KMU's gibt es dazu u. a. die Abteilung Entwicklung und Konstruktion, die genau dem entspricht. Was dazu führt, den Status quo situationsbezogen zu verteidigen. Untermauert durch "Geht nicht" oder "das haben wir noch nie so gemacht" als geflügelte Wegbegleiter. Und wenn Neuerungen, produktbezogen oder projektbezogen, dann nie zu weit ausserhalb von Gewohntem. Die Forderung nach kreativen Lösungen - bleibt ein zahnloser Tiger, Innovation ein überstrapaziertes Schlagwort.  

Die rückläufige Innovationstätigkeit des Mittelstandes wird beklagt. Staatliche Förderquoten sinken und auf Bundes- und Landesebene wird überlegt wie ein gegensteuern möglich sein könnte. Die Ausgaben des Bundes für FuE lagen zuletzt bei 14,2 Mrd* Euro. Den Schwerpunkt bilden jedoch die Hochschulen und öffentlichen Forschungseinrichtungen. Dabei sind Innovationen gerade für den Mittelstand sehr wichtig. KMU's haben Fähigkeiten Entscheidungen zu treffen die nicht für die Ewigkeit sind. Um damit Ideen und kreative Momente nicht schon im Keim zu ersticken. Weil sich ein kleines Unternehmen einfach schneller auf verändernte Gegebenheiten einstellen kann. Probleme nicht von Abteilung zu Abteilung gewälzt werden müssen. Ein Kurswechsel und damit verbundene Handlungen schneller umzusetzen sind im Vergleich zu großen Unternehmen oder Konzernen. So kann das Problem, ein Stau in der Entwicklungsphase für ein neues Produkt durch vorübergehende Entscheidungen, entgegen dem Management alter Schule, unkonventioneller gelöst werden. Wenn es gelingt die Beweglichkeit für Entscheidungen so zu nützen und dann mit Mut und Phantasie mitreißende Impulse von außen zuzulassen. Um damit eine kreative Unternehmenskultur aufzubauen, mit der Unterstützung eines externen Lenkers. Eines Partners auf Zeit. Einer Schnittstelle zu Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Technologiepartnern. Ein stetig wachsendes, nachvollziehbares strategisches Handlungsfeld für Innovation(en), dass bedarfsgerecht auf die Mitarbeiter angepasst wird und anschließend nicht jedesmal neu durchdacht werden muß. Sie suchen jemanden, der Ihnen hilft, die Kreativität der eigenen Mitarbeiter zu nutzen? Lassen Sie uns darüber reden.

*VDI nachrichten Nr.29/30 TECHNIK&GESELLSCHAFT                               

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