11.10.2016
Industrie 4.0, Digitalisierung, Kreativität, Innovation

Diese Geschichte hat nicht nur ein Ende

Angenommen Industrie 4.0 entwickelt sich zum Thema Nummer 1 in der Industrielandschaft in der Bundesrepublik. In den Etagen der Geschäftsführer, ob Konzern oder KMU, werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. Die wirtschaftliche Lage ist gut bis sehr gut. Damit auch die finanzielle Ausstattung gesichert. Die vielen, unüberhörbaren Aufrufe, die Seminare und Fachtagungen an Hochschulen und Verbänden, die Flut an Vorträgen, Artikel in Fachzeitschriften und Tageszeitungen, Fachbücher, Sonderinformationen auf Messen usw. haben es geschafft auf die Geschäftsfelder in den einzelnen Branchen einzuwirken. Die noch vorhandene Skepsis und Verunsicherung in Bezug auf den richtigen Zeitpunkt und die erforderliche Strategie, wurde von Seiten der Wissenschaft und der mit Industrie 4.0 verbundenen Unternehmen, aus dem Weg geräumt. Und damit so gesehen die Gefahr, den Anschluss auf dem Weltmarkt zu verlieren gebannt. Aus dieser neuen Rollenverteilung entsteht dann die Ausgangsbasis, mit diesen Erfahrungen aus IT- und Technikwissen eine Führungsrolle auf dem globalen Weltmarkt aufzubauen, anderen auf die Sprünge zu helfen und damit Geld zu verdienen. Zusammengefasst - vom bisherigen Stand-by Modus im Bewusstsein vieler Entscheidungsträger, die Digitalisierung nun in den freien Fluss gebracht. Die Wunschliste, im einzelnen, was die Digitalisierung bewirken und leisten soll ist so uneinheitlich wie der tägliche Börsenbericht. Und damit auch wie die Fäden - diese Big Data zusammenlaufen werden, sollen und müssen.

Es gibt keinen lückenlosen Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten und Abläufe. So gesehen werden auch Zufallsprodukte diese, unsere Zukunft gestalten. Und da vieles, zum Beispiel, schon in der Produktion befindliche Werkzeugmaschinen nicht für diesen Technologiesprung in diesem Umfang vorgesehen sind, beginnt das große nachrüsten und umrüsten. Vieles was ab einem bestimmtem Zeitpunkt geschaffen werden muss ist nur für die Überbrückung bis zur nächsten Generation. Dann werden Analysen erforderlich sein für die neuen firmenspezifischen Anpassungen. Ein wachsender Markt für einen hohen Spezialisierungsgrad an Mitarbeitern ist dazu erforderlich. Die natürlich auch  regelmäßig die technologischen Kompetenzen aktualisieren müssen. Auf die spanende Produktion angewandt - jede Veränderung, ob  an der Hard- oder Software, erfordert Kommunikation. Jeder Span erzählt seine Geschichte. Das war schon immer so. Nur durch den bestehenden Dialog mit den angrenzenden Fertigungseinheiten, externen Zulieferern und Geschäftsfeldern, mit in- und externen Qualitäts- und Normungsgremien usw. hat diese Geschichte nicht nur ein Ende.

Und so paradox es klingt, die Digitaliserung bringt starke Wachstumsimpulse und somit Erfolge für die Unternehmen, die das Know-how liefern. Unternehmen welche die Leistungsfähigkeit der Digitalisierung für ihre Anwendungen, in der Regel angepasst, einsetzen müssen die Veränderungen in ihrem Innenleben erst verkraften. Die Organisation kostet schlicht viel Geld. Das Dilemma - die einzelnen Unternehmen brauchen ständig Erfolg. Und Erfolg ist verbunden mit Kreativität aus der Innovationen entstehen. Fehlt es dafür an Geld, ist ein Abwärtstrend schnell in Gang gesetzt. Damit begegnen Unternehmen einem erheblichen Problem. Diese Botschaft ist gewöhnungsbedürftig, vielleicht auch radikal. Am Ende als Zusammenfassung eine Aussage von Mark Twain: "Prognosen sind eine schwierige Sache. Vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen."

    

          

Stichwörter

Monatsarchiv