01.03.2017
Interim Manager, Industrie 4.0, Innovation, Digitalisierung, Innovationskultur

Im Spannungsfeld von Industrie 4.0

Internet of Things (IoT), Industrie 4.0 und Digitalisierung sind allerorten präsent. Die physische und die virtuelle Welt ist schon in ihren ersten Ansätzen erlebbar. Das sind nicht nur Schlagworte. Erfolge in einzelnen Unternehmen, auf der Basis ihrer spezifischen IT-Architektur dürfen nun nicht in isolierten Einzelprojekten bestehen bleiben.  Es sind die Einstiegsszenarien. Denn daraus entsteht ein schrittweises Verständnis für die Weichenstellung im Unternehmen. Für die Integration von Daten und von Systemen. So gesehen ein Prozess, eine Dringlichkeit, eine Chance, alles als eine Vision zu sehen für den entscheidenden Wettbewerbsvorteil für das Unternehmen. Aus der aktuellen Marktposition heraus diesen Vorteil wenigstens zu (be)halten. Besser noch, sich einen Wettbewerbsvorteil aufzubauen. Agieren anstelle von reagieren. Technologie und Software und die damit einhergehende Vernetzung von Prozessen, Systemen und Funktionen bewirken fundamentale Veränderungen. Manches kann noch als Entwicklungsfeld gesehen werden, steckt noch in den Kinderschuhen. Mit der Geschwindigkeit, in der sich diese Kluft zwischen der realen und der digitalen Welt verändert, Schritt halten ist die zentrale Herausforderung. Diesen Paradigmenwechsel für das eigene Unternehmen zu verfolgen, zu erkennen und Inhalte individuell zu übertragen. Was das für die Unternehmen bedeutet ist eigentlich ganz einfach. Sie brauchen gleichzeitig erfolgreiche Innovationen. Und wie entstehen zündende Ideen? In der Gestaltung einer Innovationskultur im Unternehmen.

Innovation als geflügeltes Wort, auf Firmenbroschüren, Katalogseiten, in Anzeigen und groß dargestellt auf Messen, ist zu wenig. Ebenso die Produktentwicklung als Monopol der F+E Abteilung(en). Denn auch hier gilt: Geschwindigkeit - wie schnell kann ich die Idee als Produkt liefern. Eine zukünftige wichtige Anforderung liegt darin, den Stammbelegschaften eine flexiblere Interpretation, im Rahmen seiner Entwicklungsaufgaben zu vermitteln. Zum anderen, weg von dem abgegrenzten Nebeneinander. Eine weitere Schlüsselfunktion dabei ist das Überwinden des Branchendenkens. Wissen und Erfahrungen aus anderen Tätigkeitsfeldern sind ein oft unterschätztes Innovationspotential. Der Blick von außen. Zum Beispiel, Sachkompetenz, Begeisterung und Inspiration für Innovationen, ohne dauerhafte Bindung zum Unternehmen, über Interim Management punktgenau mit der Aufgabe zu verbinden. Das dann auch genutzt werden kann, um die eigenen Prozesse und laufenden Aktivitäten zu hinterfragen und so vom Anderen zu lernen. Ein ganz natürlicher Vorgang und doch stößt er immer wieder auf Vorbehalte. Obwohl spezialisiertes Fach- und Umsetzungswissen, ständig im Unternehmen vorzuhalten ein kostenintensiver Produktionsfaktor sind. Andersherum die Zusammenarbeit mit einem Kollegen auf Zeit den dauerhaften Aufbau einer offenen Innovationskultur contra Abteilungswissen fördert. In der Folge ein Austausch in Netzwerken und Kooperationen, jenseits der der Unternehmensgrenzen, völlig neue Wege öffnet. Leider ein Phänomen und vermutlich in der Tradition begründet, dass gerade diese Akzente von Unternehmen zu Beginn geblockt werden. Es gibt kein allgemein gültiges Einstiegsszenario. Weder für die Industrie 4.0, noch für Innovation. Die Herausforderungen bestehen. Die individuelle, zielorientierte Vorgehensweise auch. Fit für Industrie 4.0, ohne Innovation(en) - "Das geht gar nicht."                

Am Ende gilt auch hier jene Aussage von John Maynard Keynes: "Die größte Schwierigkeit der Welt besteht nicht darin, Leute zu bewegen, neue Ideen anzunehmen, sondern alte zu vergessen."

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