02.03.2018
Kreativität, Querdenken, digitale Welt, Erfolgszyklus

Keine Zeit ist keine Entschuldigung

Heute ein Produkt-Highlight, morgen schon old-fashioned. Die digitalisierte Welt macht es möglich. Vor Jahren noch unvorstellbar. Ebenso wie Geräte, die autonome Fähigkeiten beherrschen. Ob Rasenmäher, Roboter oder Küchengeräte, mit z. Bsp. Datenquellen über das Internet ist der Kontakt schon heute möglich. Und wir haben uns auch schon daran gewöhnt, dass die - nennen wir sie gute Geister - nicht wie wir Menschen aussehen. Oder besser noch nicht. Die digitale Welt ist unglaublich schnell.

Wir nehmen diese Entwicklungen auf, finden sie kurz aufregend und richten schon den Blick auf etwas anderes. Produkte möglichst schnell und einfach zur Marktreife bringen ist Herausforderung und Chance zugleich. Wenngleich die Produktion, die Personalisierung und die Logistik ein ständiger Knackpunkt sind. Die Kritiker, in Bezug auf die steigende Anzahl der durch digitale "Kollegen" ersetzbaren Menschen, sehen darin große Gefahren. Dagegen steht der zunehmende Mangel an qualifizierten Fachkräften. Wodurch die erforderliche Produktivleistung zukünftig von immer weniger Beschäftigten erwirtschaftet werden muss. Und was dabei vergessen wird, die Industrie von heute ist Wissensarbeit. Gefordert werden Qualifizierungen bei jedem einzelnen Mitarbeiter. Der Erfolg bisher kommt rückblickend von ständigen Verbesserungen einzelner Fertigungstechnologien und deren Kombinationen - der Hardware. Was die Erfolge nicht schmälert. Industrie 4.0 nun ist eine Änderung alter Regeln. Ein Umbruch! Technologien, die Denkweise, das Kundenverhalten und die Arbeitswelt verändern die Gesellschaft und die Wirtschaft. IoT und Industrie 4.0 löst die alten Grenzen der Industrie auf. Vernetzung ist ein Schlüsselwort. Kreativität ist gefragt! In wirtschaftlichen Zeiten wie diesen, Vollbeschäftigung, vollen Auftragsbüchern - es läuft gerade richtig rund, wird Kreativität lächelnd in die Event- und Kunstszene gerückt. Solange die gesamte Mannschaft damit beschäftigt ist, die tägliche Routine abzuspulen nimmt sich niemand Zeit über Innovationslücken oder Innovationsfelder nachzudenken. Dabei ist es an der Zeit, Neues mit dem Erfolgszyklus auf den Weg zu bringen. Ideen, Geschäftsmodelle - Innovationen vorzubereiten. Damit die Mannschaft einen Rückgang in einer neuerlichen Erfolgskurve frühzeitig kompensieren kann. Motivation und Ressourcen ohne Zeitdruck zu nützen. Ohne in der Defensive, durch Absatzverluste zu reagieren. Nicht erst über Neuerungen nachdenken, wenn der Erfolg schon spürbar nachgelassen hat. Das rächt sich auf doppelte Weise. Der Wettbewerb hat einen Vorsprung und Mitarbeiter die es gewohnt sind im Erfolgszyklus die Aufgaben unter Zeitdruck abzuarbeiten werden nach Anweisung keine Tüftler und Denker. Dies setzt in vielen Unternehmen einen Gesinnungswandel voraus. Mit Tabus, wie "Abschottung", "Denken und Handeln in Kompromissen", "Veränderung ja, wenn alles so bleibt wie es ist", zu brechen. Neues zu steuern mit den HR-Abteilungen. Ein weiteres Dilemma. Abzuwägen, wann bringt ein Vierteljahrhundert an Wissen, an Erfahrung, an Sozial- und Führungskompetenz mehr gegenüber jüngeren, für die Zielerreichung? Als Strategie zulassen dass, kreative "Senioren" von außen mit Können, Stärke und Befähigungen sich intern vernetzen mit den  Generationen. Damit gemeinsam, in einer kritisch-produktiven Auseinandersetzung Neues entsteht. Als Unternehmen nicht in sich hineinblicken, sondern hinaus. Anders Denken - Querdenken, als Strategie in die Zukunft und vielleicht auch für eine Rundum-Erneuerung am Unternehmen. Neue und alte Gestaltungsfelder unter neuen Aspekten betrachten. Dann ist "Erfolg so ziemlich das Letzte, das einem vergeben wird." (Truman Capote)                 

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